| Das Thema Handwerkerparken in Pforzheim beschäftigt viele unserer Betriebe und Gewerke seit geraumer Zeit intensiv. Die zahlreichen Rückmeldungen, die uns hierzu in der Geschäftsstelle erreicht haben, zeigen deutlich: Die derzeitige Situation stellt im betrieblichen Alltag für viele ein großes Ärgernis dar und sorgt für Unmut.
Uns ist deshalb wichtig, Ihnen heute eines ganz deutlich zu sagen:
Ihre Rückmeldungen und Ihre Rufe nach Unterstützung sind bei uns angekommen. Wir haben sie gehört, ernst genommen und konsequent weiterverfolgt.
Als Kreishandwerkerschaft und regionale Interessenvertretung ist es unser Anspruch, nicht nur auf bestehende Probleme hinzuweisen, sondern gemeinsam mit den zuständigen Stellen an Lösungen zu arbeiten, die den tatsächlichen Anforderungen des Handwerks gerecht werden.
Unser Ziel war und ist daher eine Regelung, die praktikabel, verständlich und möglichst unbürokratisch für unsere Betriebe ist und gleichzeitig den erforderlichen rechtlichen Rahmen zuverlässig abbildet. Denn eine Lösung kann langfristig nur dann funktionieren, wenn sie beiden Seiten gerecht wird: den besonderen Anforderungen des Handwerks im täglichen Baustellengeschehen ebenso wie den rechtlichen und ordnungsbehördlichen Voraussetzungen.
Umso mehr freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir als Geschäftsstelle heute gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister der Stadt Pforzheim Herrn Dirk Büscher, dem Amt für öffentliche Ordnung sowie Herrn Epple vom Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim einen sehr ausführlichen und konstruktiven Gesprächstermin hatten.
Das Ergebnis dieses Austauschs stimmt uns ausgesprochen zuversichtlich:
Gemeinsam konnte die Skizze für einen Lösungsweg entwickelt werden, der aus unserer Sicht sowohl die notwendige Praktikabilität für das Handwerk als auch den rechtlichen Rahmen berücksichtigen kann.
An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich bei allen Beteiligten für die konstruktive Gesprächsführung und insbesondere für die nun erkennbare Bereitschaft bedanken, die bestehenden Herausforderungen nicht nur zu verwalten, sondern gemeinsam nach einer tragfähigen Verbesserung zu suchen. Dass die Belange unserer Handwerksbetriebe dabei offen aufgenommen und intensiv diskutiert wurden, ist für uns ein wichtiges Signal.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die Lebens- und Wirtschaftsräume Pforzheim und Enzkreis eng miteinander verbunden sind und unsere Betriebe tagtäglich über kommunale Grenzen hinweg arbeiten. Deshalb wird der nun erarbeitete Lösungsweg auch gegenüber dem Enzkreis vorgestellt. Unser ausdrücklicher Wunsch ist ein möglichst weitgehender Schulterschluss in der zukünftigen Handhabung.
Als Geschäftsstelle der regionalen Interessenvertretung stehen wir dabei nicht nur für unsere Betriebe ein – wir stehen auch mit vollem Vertrauen hinter ihnen.
Die Rückmeldungen aus den unterschiedlichen Gewerken haben uns in den vergangenen Monaten sehr deutlich gezeigt, worauf es in der Praxis ankommt: Klarheit, Transparenz, Vereinfachung und eine möglichst flächendeckende, lösungsorientierte Handhabung.
Gleichzeitig muss eine zukünftige Struktur so ausgestaltet sein, dass sie diejenigen unterstützt, für die sie tatsächlich benötigt wird: unsere arbeitenden Gewerke, die täglich Baustellen, Montage-, Reparatur-, Wartungs-, Notfall- und Serviceeinsätze bewältigen und dabei gerade in dicht bebauten oder schwer zugänglichen Bereichen auf praktikable Möglichkeiten angewiesen sind.
Dazu gehört aus unserer Sicht ebenso, möglichen missbräuchlichen Nutzungen von Sondergenehmigungen – beispielsweise für private Erledigungen oder sachfremde Zwecke – wirksam entgegenzuwirken. Denn eine gute und verlässliche Regelung für das Handwerk lebt auch davon, dass ihre Berechtigung nachvollziehbar bleibt und sie dort eingesetzt wird, wo sie im betrieblichen Alltag tatsächlich erforderlich ist.
Heute können und möchten wir den konkreten Ergebnissen noch nicht vorgreifen. Dafür sind weitere Schritte und Abstimmungen notwendig. Wir können Ihnen jedoch sagen: Der eingeschlagene Weg ist aus unserer Sicht ein sehr guter, und wir werden diesen gemeinsam mit den beteiligten Stellen konsequent weiterverfolgen.
Gleichzeitig dürfen wir bereits heute ankündigen, dass wir für die zweite Hälfte des Monats Oktober 2026 eine Informationsveranstaltung planen.
Zu dieser Veranstaltung werden Sie selbstverständlich rechtzeitig eine gesonderte Einladung erhalten. Im Rahmen des Termins werden die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft gemeinsam mit dem zuständigen Amt und der Stadt Pforzheim die neu geschaffene Struktur rund um den Handwerkerparkausweis vorstellen und die Handhabung transparent erläutern.
Sobald der konkrete Termin feststeht und die Einladung versandt wurde, bitten wir Sie, die gewohnte Anmeldemöglichkeit zu nutzen. Wir würden uns über eine breite Teilnahme unserer Mitgliedsbetriebe und der Handwerkerschaft unserer Region sehr freuen.
Bis dahin bitten wir noch um ein wenig Geduld. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen informieren und den begonnenen Prozess weiterhin eng begleiten.
Unser Anspruch bleibt dabei klar: Wir wollen eine Lösung, die das Handwerk in seinem Arbeitsalltag unterstützt, die nachvollziehbar und verlässlich funktioniert und gleichzeitig auf einem rechtssicheren Fundament steht.
Denn wer täglich bei Kunden, auf Baustellen und an wechselnden Einsatzorten arbeitet, braucht Rahmenbedingungen, die diese Arbeit ermöglichen und nicht unnötig erschweren.
Wir freuen uns sehr, dass wir diesem Ziel heute gemeinsam einen wichtigen Schritt nähergekommen sind.
Ihr organisiertes Handwerk
Kreishandwerkerschaft Pforzheim / Enzkreis |